denk.mal

Hannoverscher Bahnhof

Gedenktafel am "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“

erinnern 20 Tafeln namentlich an mehr als 8000 Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Sinti, die zwischen 1940 und 1945 aus Hamburg deportiert wurden. Am Lohseplatz befindet sich der „Info-Pavillon“ mit einer Ausstellung. Ab 2023 wird ein von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte entwickeltes Dokumentationszentrum das Schicksal der Deportierten in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbetten.

Aktuelle Meldungen

Begleitete Angebote wieder buchbar

Wir werden vor diesem Hintergrund ab Montag, den 7. Juni 2021 wieder verschiedene Formate u.a. für Gruppenbegleitungen anbieten. Die geltenden Auflagen werden dabei stets beachtet. Begleitete…

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Zwei Stellen für studentische Hilfskräfte im Projekt "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Das Projekt Am Gedenkort "denk.mal Hannoverscher Bahnhof" wird an über 8.000 Jüdinnen*Juden sowie Sinti*zze und Roma*nja erinnert, die zwischen 1940 und 1945 aus Hamburg und Norddeutschland in…

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Portraitfoto von Pit Goldschmidt mit Mikrofon

Wir trauern um Pit Goldschmidt

Pit Goldschmidt, geb. 1935 in München, wurde als Kleinkind von seiner Mutter, die ihn vor den Nationalsozialisten in Sicherheit bringen wollte, in ein katholisches Kinderheim gegeben. Seine Kindheit…

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Ab 1. Juni mit der Luca-App in die Gedenkstätten

Nachdem die staatlich getragenen Hamburger Museen und Ausstellungshäuser aufgrund der geltenden Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung am 18. Mai 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher…

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Gedenkstätten wieder geöffnet

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist ab dem 18. Mai 2021 wieder für Besucher*innen geöffnet. Die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel, Poppenbüttel und der Info-Pavillon denk.mal…

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Termine

  • Mittwoch, 28. Juli 2021 18:00–20:00

Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Rundgang am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ informiert.
Ein Angebot der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und der HafenCity Hamburg.

Treffpunkt: Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

  • Donnerstag, 12. August 2021 18:30–20:30

Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Tornado Rosenberg: „Die Geschichte von Lani Rosenberg und Mama Blume“

In seinem Buch Die Geschichte von Lani Rosenberg und Mama Blume – Vom Glück im Leben erzählt der Musiker Tornado Rosenberg vom Leben seiner Eltern. Lani Rosenberg wurde 1940 als Sinto aus Hamburg in das Zwangsarbeitslager Belzec deportiert. Seine spätere Frau Hilde lernte er im KZ Bergen-Belsen kennen. Nach der Befreiung gründeten sie in Hamburg eine Familie. Tornado Rosenberg berichtet sehr persönlich über Verfolgung und Diskriminierung, aber auch über die Kraft der Musik. Es werden ausgewählte Passagen vorgelesen, Tornado Rosenberg spielt auf der Gitarre und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Karin Heddinga und Kristina Vagt (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) führen durch den Abend.

  • Mittwoch, 25. August 2021 18:00–20:00

Info-Pavillon, Lohseplatz 1, 20457 Hamburg

Rundgang am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ informiert.
Ein Angebot der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und der HafenCity Hamburg.

Treffpunkt: Info-Pavillon, Lohseplatz 1, 20457 Hamburg

  • Sonntag, 12. September 2021 14:00–16:00

Info-Pavillon „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“, Lohseplatz 1, 20457 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof: Vom vergessenen Ort zum Gedenkort

Zwischen 1940 und 1945 wurden mehr als 8.000 aus Hamburg und Norddeutschland stammende Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma über den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof in der heutigen HafenCity deportiert. Die meisten von ihnen wurden ermordet. Auf einem Themenrundgang erkunden wir die historische Topographie rund um den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof und fragen nach Gründen für das jahrzehntelange Vergessen dieses Ortes. Wie kam es schließlich dennoch zur Gestaltung eines Gedenkortes inmitten der neuen HafenCity? Nach welchen Kriterien wurde er gestaltet? 

  • Sonntag, 12. September 2021 16:00–16:30

Info-Pavillon „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“, Lohseplatz 1, 20457 Hamburg

Rundgang über das denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Gebärdensprache

Informationen zu diesem Angebot finden Sie auf der Website des Museumsdienst Hamburg (auch in DGS): https://museumsdienst-hamburg.de/barrierefreie-angebote/fuer-gehoerlose/

Anmeldung: Martina.Bergmann@museumsdienst-hamburg.de
Treffpunkt: Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Fassade des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs in Hamburg

In der Zeit des Nationalsozialismus

erhielt der Hannoversche Bahnhof eine neue Bedeutung. Zwischen 1940 und 1945 wurden über 8.000 aus Hamburg und Norddeutschland stammende Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti, Romnja und Roma, von Hamburg aus, insbesondere über den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof deportiert. Sie kamen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in die deutsch besetzten Gebiete nach Belzec, Litzmannstadt/Lodz, Minsk, Riga, Auschwitz und Theresienstadt. Nur sehr wenige überlebten. Lokale Behörden und Ämter in Hamburg sowie staatliche Organisationen auf Reichsebene trugen die Verantwortung für die Deportationen. Die Mehrheit der deutschen Gesellschaft sah den Verbrechen tatenlos zu oder unterstützte sie.

Nach 1945 geriet der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Hannoversche Bahnhof zunehmend in Vergessenheit; restliche Gebäudeteile wurden 1955 und 1981 abgerissen. Durch die Entwicklung der Hamburger HafenCity rückte der Ort seit Anfang der 2000 Jahre wieder stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Insbesondere Verbände ehemals im Nationalsozialismus Verfolgter setzen sich bis heute für ein würdiges Gedenken an die Opfer am historischen Ort ein.

Namenstafeln am "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Im Bereich

des ehemaligen Bahnsteigs 2 des Hannoverschen Bahnhofs wurde 2017 der Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ eingeweiht. Hier erinnern 20 Tafeln mit den Namen der Deportierten an die Opfer der Verbrechen. Ein gestalteter Einschnitt in den Park – die „Fuge“ – als symbolische Verlängerung der ehemaligen Gleise und der gestaltete Lohseplatz als ehemaliger Vorplatz des Bahnhofs ergänzen das Gedenkensemble.

Ab 2023 wird in unmittelbarer Nähe ein Dokumentationszentrum das Schicksal der Deportierten in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbetten. Ebenso wie die Wege der Verfolgten und die Zielorte der Deportationen werden Handlungsspielräume der Mehrheitsgesellschaft und das Handeln von Tatbeteiligten aufgezeigt. Zudem wird das Schicksal jener etwa 1000 meist politisch Verfolgten vorgestellt, die in das „Bewährungsbataillon 999“ der Wehrmacht gezwungen und vom Hannoverschen Bahnhof in den Kriegseinsatz transportiert wurden. Zudem sollen die Geschichte und Nachgeschichte der Verfolgung mit Gegenwartsperspektiven verknüpft werden. Seit November 2018 entwickelt ein sechsköpfiges Team unter der Leitung von Dr. Oliver von Wrochem in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die Inhalte der geplanten Dauerausstellung.

Geführte Tour am "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Der Gedenkort ist für Besucherinnen und Besucher frei zugänglich.

Öffnungszeiten des Info-Pavillons:

April – Oktober
Montag – Sonntag, 12.00–18.00 Uhr
Adresse: Nördlicher Lohsepark in der HafenCity

Der Eintritt ist frei.

Zwischen November und März ist der Besuch des Info-Pavillons nach vorheriger Anmeldung möglich unter der E-Mail-Adresse: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de (Telefon: 040-428 131 522).

Im Zeitraum von April bis Oktober finden am letzten Mittwoch eines jeden Monats um 18 Uhr öffentliche Führungen am Gedenkort im Lohsepark statt. Treffpunkt: Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, HafenCity, 20457 Hamburg. Schulklassen und andere Gruppen können einen Rundgang jederzeit kostenpflichtig buchen: Museumsdienst Hamburg, Telefon: 040 428 131 0. Die Führung wird auch in englischer Sprache und in deutscher Gebärdensprache angeboten.

Gedenkort und Info-Pavillon sind barrierefrei für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer zugänglich.

Weitere Informationen finden Sie unter https://hannoverscher-bahnhof.hamburg.de/

Kontakt für weitergehende Fragen zum Gedenkort und zum geplanten Dokumentationszentrum: Dr. Oliver von Wrochem (Leiter KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)