denk.mal

Hannoverscher Bahnhof

Gedenktafel am "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Aktuelle Meldungen

Uns fehlt ein Foto. Bilder von Deportationen in und aus Hamburg gesucht

Heute vor 80 Jahren begannen die Nationalsozialisten Sinti, Roma und Juden aus Hamburg zu deportieren. Ab dem 16. Mai 1940 brachten Polizisten etwa 1.000 Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma aus…

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Wieder offen für Einzelbesucher*innen

Nach einem gemeinsam abgestimmten Vorgehen der staatlich getragenen Hamburger Museen und Ausstellungshäuser werden die Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte nach der über…

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Luftaufnahme der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit den Hinweis, dass ab dem 14. März 2020 die Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten geschlossen haben

Gedenkstätten sind geschlossen

Alle Ausstellungen sind bis einschließlich 6. Mai 2020 geschlossen. Es finden zunächst bis zum 30. Juni keine Veranstaltungen statt. Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist zwar…

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Podiumsdiskussion mit Adam Kerpel-Fronius, Dr. Heidemarie Uhl, Alina Bothe, Dr. Oliver von Wrochem

Bericht über die internationale Tagung „Verfolgung und Deportationen“

In sechs unterschiedlichen Panels stellten zwanzig Referent*innen ihre konzeptionellen Zugänge und Entwürfe vor. Im Vordergrund des ersten Panels stand zunächst die Frage, wie die räumlichen…

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Feierlicher erster Spatenstich

Trotz stürmischen Wetters fanden sich über 100 geladene Gäste und zahlreiche Pressevertreter an der Baugrube am Lohsepark und anschließend im nahegelegenen Ökumenischen Forum zur feierlichen Zeremonie…

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Termine

  • Mittwoch, 24. Juni 2020 18:00–20:00

Info-Pavillon, Lohseplatz, Hafencity, 20457 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Erkundung eines historischen Ortes (digital)

Die öffentliche Führung fällt leider aus. 
Wir haben einen digitalen Rundgang durch den Gedenkort auf unserem Facebook-Account online gestellt: https://www.facebook.com/602460043121928/videos/1111092145914305/ (Facebook-Link)

Fassade des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs in Hamburg

In der Zeit des Nationalsozialismus

erhielt der Hannoversche Bahnhof eine neue Bedeutung. Zwischen 1940 und 1945 wurden über 8.000 aus Hamburg und Norddeutschland stammende Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti, Romnja und Roma, von Hamburg aus, insbesondere über den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof deportiert. Sie kamen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in die deutsch besetzten Gebiete nach Belzec, Litzmannstadt/Lodz, Minsk, Riga, Auschwitz und Theresienstadt. Nur sehr wenige überlebten. Lokale Behörden und Ämter in Hamburg sowie staatliche Organisationen auf Reichsebene trugen die Verantwortung für die Deportationen. Die Mehrheit der deutschen Gesellschaft sah den Verbrechen tatenlos zu oder unterstützte sie.

Nach 1945 geriet der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Hannoversche Bahnhof zunehmend in Vergessenheit; restliche Gebäudeteile wurden 1955 und 1981 abgerissen. Durch die Entwicklung der Hamburger HafenCity rückte der Ort seit Anfang der 2000 Jahre wieder stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Insbesondere Verbände ehemals im Nationalsozialismus Verfolgter setzen sich bis heute für ein würdiges Gedenken an die Opfer am historischen Ort ein.

Namenstafeln am "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Im Bereich

des ehemaligen Bahnsteigs 2 des Hannoverschen Bahnhofs wurde 2017 der Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ eingeweiht. Hier erinnern 20 Tafeln mit den Namen der Deportierten an die Opfer der Verbrechen. Ein gestalteter Einschnitt in den Park – die „Fuge“ – als symbolische Verlängerung der ehemaligen Gleise und der gestaltete Lohseplatz als ehemaliger Vorplatz des Bahnhofs ergänzen das Gedenkensemble.

Ab 2023 wird in unmittelbarer Nähe ein Dokumentationszentrum das Schicksal der Deportierten in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbetten. Ebenso wie die Wege der Verfolgten und die Zielorte der Deportationen werden Handlungsspielräume der Mehrheitsgesellschaft und das Handeln von Tatbeteiligten aufgezeigt. Zudem wird das Schicksal jener etwa 1000 meist politisch Verfolgten vorgestellt, die in das „Bewährungsbataillon 999“ der Wehrmacht gezwungen und vom Hannoverschen Bahnhof in den Kriegseinsatz transportiert wurden. Zudem sollen die Geschichte und Nachgeschichte der Verfolgung mit Gegenwartsperspektiven verknüpft werden. Seit November 2018 entwickelt ein sechsköpfiges Team unter der Leitung von Dr. Oliver von Wrochem in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die Inhalte der geplanten Dauerausstellung.

Geführte Tour am "denk.mal Hannoverscher Bahnhof"

Der Gedenkort ist für Besucherinnen und Besucher frei zugänglich.

Öffnungszeiten des Info-Pavillons:

April – Oktober
Montag – Sonntag, 12.00–18.00 Uhr
Adresse: Nördlicher Lohsepark in der HafenCity

Der Eintritt ist frei.

Zwischen November und März ist der Besuch des Info-Pavillons nach vorheriger Anmeldung unter der E-Mail-Adresse: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de (Telefon: 040-428 131 522) möglich.

Im Zeitraum von April bis Oktober finden am letzten Mittwoch eines jeden Monats um 18 Uhr öffentliche Führungen am Gedenkort im Lohsepark statt. Treffpunkt: Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, HafenCity, 20457 Hamburg. Schulklassen und andere Gruppen können einen Rundgang jederzeit kostenpflichtig buchen: Museumsdienst Hamburg, Telefon: 040 428 131 0. Die Führung wird auch in englischer Sprache und in deutscher Gebärdensprache angeboten.

Gedenkort und Info-Pavillon sind barrierefrei für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer zugänglich.

Weitere Informationen finden Sie unter https://hannoverscher-bahnhof.hamburg.de/

Kontakt für weitergehende Fragen zum Gedenkort und zum geplanten Dokumentationszentrum: Dr. Oliver von Wrochem (Leiter KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)